Dozent & Studierende des Masterstudiengangs Innovation im Mittelstand

Welche Konzeptideen wurden sinnvoll umgesetzt?

Isolde (Nürnberg)

Problemzonenlogistik/Speditionskooperation

Umsetzung/Inhalt

  • Das Projekt beinhaltete eine Konsolidierung der Sendungen durch eine Speditionskooperation von sechs Spediteuren. Die Sammeltour erfolgte durch einen neutralen Subunternehmer. Die Sendungen wurden auf Routen verteilt, die die Fahrer erfahrungsbedingt selbst wählten.
  • Wegen Schwierigkeiten wie zum Beispiel schwankenden Transportmengen oder zu hohem logistischen Aufwand beendeten alle Spediteure die Zusammenarbeit im Jahr 2000.
  • Ein Teilprojekt, die KEP-Belieferung der Nürnberger Fußgängerzone durch Elektrofahrzeuge ist aber bis heute aktiv. Dazu werden zwei speziell umgerüstete elektrische Rofan Flurförderfahrzeuge genutzt.

Finanzierung

  • Das ganze Projekt startete unter der IGN GmbH (Integriertes Güterverkehrsmanagement Nordbayern) als Kooperation zwischen vier Speditionen (Bahntrans, Dachser, Kühne & Nagel, Nedlloyd Unitrans) und zwei KEP-Diensten (DPD und German Parcel). Der Forschungs- und Modellversuch IGN wurde vom Freistaat Bayern mit 2,6 Millionen DM aus dem Programm "Bayern Online" gefördert.
  • Das Teilprojekt „Belieferung der Fußgängerzone“ trägt sich seit 2000 selbst (DPD-Übernahme und Ausführung durch Sub-Unternehmen).

Ziel

  • Verbesserung der Attraktivität und Wirtschaftskraft der Stadt Nürnberg durch eine Senkung der Verkehrs- und Umweltbelastungen; Steigerung von Wettbewerbsfähigkeit und Umweltqualität.

Quelle: Wolpert, Stefan: City-Logistik – Bestandsaufnahme relevanter Projekte des nachhaltigen Wirtschaftsverkehrs in Zentraleuropa; Hg. v. Fraunhofer-Arbeitsgruppe für SCS; 2013;  S. 130, 131

Eisele, Axel; Klaus, Peter: Nürnberg: Isolde. Online verfügbar unter: http://www.vsl.tu-harburg.de/gv/5/test?menu=5c&inhalt=5c2, zuletzt geprüft am 20.05.2015.

SpediThun (Thun)

Problemzonenlogistik/Speditionskooperation

Umsetzung/Inhalt

  • Ein Großteil der Lieferungen nach Thun wird in ein autobahnnahes City-Hub geliefert. Von dort erfolgt die Feindistribution über zwei ortsansässige Spediteure, welche auch Leergut zurücknehmen.
  • Die eingesetzten Fahrer kennen sich in historischem Zentrum aus, die Fahrzeuge sind an die Gegebenheiten (enge Gassen) angepasst.

Finanzierung

  • Die Anfangsinvestition wurde von einem öffentlichen Träger (Stadt Thun, Kanton Bern, ortsansässiger Verein) gestellt.
  • Kosten für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit wurden von der Gemeinde übernommen.
  • Inzwischen trägt sich das Konzept wirtschaftlich selbst und wird von den beiden Speditionen organisiert und betrieben.

Ziel

  • Schwerlastverkehr aus der Innenstadt fernhalten, Attraktivität der Innenstadt erhöhen, Verkehrssituation entspannen.

Quelle: Wolpert, Stefan; City-Logistik – Bestandsaufnahme relevanter Projekte des nachhaltigen Wirtschaftsverkehrs in Zentraleuropa; Hg. v. Fraunhofer-Arbeitsgruppe für SCS; 2013; S.150, 151

Verein Rundum) mobil (2014): SpediThun (Marketingkonzept). Online verfügbar unter: http://www.thun.ch/fileadmin/behoerden/fachstelle_umwelt_und_mobilitaet/media/pdf/spedithun.pdf, zuletzt geprüft am 20.05.2015.

CarGo Tram (Dresden)

Problemkunden- und Problemzonenlogistik

Umsetzung/Inhalt

  • Einsatz einer umgebauten Straßenbahn zur Abwicklung von Gütertransfers.
  • Die Cargo-Tram ist in den normalen Linienverkehr eingetaktet und transportiert Automobilkomponenten in die zentral gelegene „Gläserne Manufaktur“ zur Phaeton-Produktion.

Finanzierung

  • Durch VW finanziert und durch DVB betrieben

Ziel

  • Verringerung des Lieferverkehrs im Stadtzentrum Dresden, JIS-Lieferfähigkeit garantieren.

Quelle: Wolpert, Stefan: City-Logistik – Bestandsaufnahme relevanter Projekte des nachhaltigen Wirtschaftsverkehrs in Zentraleuropa. Hg. v. Fraunhofer-Arbeitsgruppe für SCS; 2013; S. 76, 77

DVB (2015): CarGoTram: Autoteile fahren Bahn. Online verfügbar unter: https://www.dvb.de/de-de/die-dvb/technik/fahrzeuge/cargotram/, zuletzt geprüft am 20.05.2015.

Hier finden Sie unsere Erfolgsfaktoren für Citylogistikprojekte.