Bildausschnitt des Strategieschiffs der Fakultät Wirtschaftswissenschaften

Wie können Ideen generiert werden?

Im Nachfolgenden sind einige Beispiele für Methoden genannt, die helfen können eine Idee zu generieren:

Brainstorming

Brainstorming ist eine Methode zur Ideenfindung, die mit Hilfe eines Moderators in einer Gruppenarbeit erfolgt. In der ersten Phase werden Ideen generiert, in der zweiten Phase die Ergebnisse sortiert und bewertet.

Ablauf:

  • Dem Brainstorming wird eine Problemanalyse vorangestellt, aus der eine Fragestellung entwickelt wird.
  • Nachdem der Moderator die Fragestellung genannt, hat motiviert er die Teilnehmer und notiert deren Ideen.
  • Nach der Sitzung werden die gesammelten Ideen geordnet und protokolliert und zur Ausarbeitung an die entsprechende Stelle weitergeleitet.

Mind Map

Die Mind Map ist eine Technik zum Erschließen und visuellen Darstellen eines Themengebietes. Hierbei soll das Prinzip der Assoziationen helfen, Gedanken frei zu entfalten und die Fähigkeit des Gehirns zur Kategorienbildung zu nutzen. Im Gegensatz zum Brainstorming bei dem eine Reihe von unsortierten Begriffen produziert und anschließend sortiert wird, können mit dieser Methode Zusammenhänge verknüpft dargestellt werden.

Ablauf:

Eine Mind Map wird auf einem Blatt Papier erstellt. In der Mitte wird das zentrale Thema möglichst genau formuliert und/oder als Bild dargestellt. Davon ausgehend werden die Hauptthemen mit Linien verbunden. Daran schließen sich in dünner werdenden Zweigen weitere Gedankenebenen an. Verschiedene Farben können hier helfen die Übersicht zu verbessern.

Mindmap-Darstellung

Methode 635

Die Methode 635 ist eine Brainwriting-Technik, was ein Problemlösungsverfahren zur Erzeugung von neuen, ungewöhnlichen Ideen in einer Gruppe von Menschen fördert.

Ablauf:

Sechs Teilnehmer erhalten ein jeweils gleich großes Blatt Papier. Dieses wird mit drei Spalten und sechs Zeilen in 18 Kästchen aufgeteilt. Jeder Teilnehmer wird aufgefordert, in der ersten Zeile drei Ideen (je Spalte eine) zu formulieren. Jedes Blatt wird nach angemessener Zeit – je nach Schwierigkeitsgrad der Problemstellung etwa fünf Minuten – von allen Teilnehmern gleichzeitig im Uhrzeigersinn weitergereicht. Der nächste Mitstreiter ist nun aufgefordert, die bereits genannten Ideen aufzugreifen, zu ergänzen und weiterzuentwickeln.

Morphologischer Kasten

Die morphologische Analyse soll komplexe Problembereiche vollständig erfassen und alle möglichen Lösungen vorurteilslos betrachten.

Ablauf:

Die Analyse erfolgt in einer Gruppe von bis zu sieben Personen, wodurch sich das Wissens- und Ideenpotential erweitert. Die Durchführung wird von einem Moderator gesteuert und dauert ca. eine halbe bis zwei Stunden. Veranschaulicht wird die Analyse durch wird durch den sogenannten morphologischen Kasten.

Die Vorgehensweise ist dabei wie folgt:

1.     Für eine Fragestellung werden die bestimmenden Merkmale (auch Attribute, Faktoren, Parameter, Dimensionen genannt) festgelegt und untereinander geschrieben. Hierbei ist darauf zu achten, dass die Merkmale unabhängig voneinander sind und, dass sie im Hinblick auf die Aufgabenstellung umsetzbar (operationalisierbar) sind.

2.     Im Anschluss werden alle möglichen Ausprägungen des jeweiligen Merkmals rechts daneben geschrieben. So entsteht eine Matrix, in der jede Kombination von Ausprägungen aller Merkmale eine theoretisch mögliche Lösung ist.

3.     Danach wird aus jeder Zeile eine Ausprägung des Merkmals gewählt, wodurch eine Kombination von Ausprägungen entsteht. Dies kann auf zwei Arten erfolgen:

·         Systematisch: z.B. durch Anwendung der Multifaktorenmethode, dabei wird die Anzahl der Merkmale und Ausprägungen beschränkt.

·         Intuitiv: Der Bearbeitende betrachtet die Matrix und wählt aus jeder Zeile eine Ausprägung. Der daraus entstehende Linienzug wird dann ganzheitlich als alternative Lösung betrachtet.

Dieser Auswahlprozess wird mehrmals durchgeführt. Mit den entstandenen Kombinationen von Ausprägungen werden Ideen entwickelt.