Bildausschnitt des Strategieschiffs der Fakultät Wirtschaftswissenschaften

Das Institut

Das Institut für Rettungswesen, Notfall- und Katastrophenmanagement wurde im SS 2014 gegründet, ist der Fakultät Wirtschaftswissenschaften angegliedert und damit neben dem IAL die zweite forschungsbasierte Einrichtung der Fakultät mit dem Ziel, fächerübergreifendes Wissen in verwertbare Projekte und Produkte zu überführen und dadurch die Drittmitteleinnahmen der Hochschule zu erhöhen. Von besonderer Bedeutung bei IREM ist die Integration von Strukturen und Erfahrungen der Angehörigen von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS).

Forschungsfelder/Kompetenzen

Kurzfristige Schadenslagen (Sturm, Hochwasser, Bombenfunde) und deren Auswirkungen mit einer Vielzahl an Betroffenen belegen die hohe Abhängigkeit unserer Gesellschaft von einer funktionierenden Notfallinfrastruktur in Verbindung mit der Erwartung einer 24/7- Verfügbarkeit in allen Bereichen. Je nachdem in welcher Umgebung der einzelne sich bewegt, sind die Arten und Ursachen bzw. Auslöser unterschiedlich und führen zu Zuständen, die in einer Störung des „normalen Lebens“ und alltäglichen Ablaufs münden. Dabei sind für die Betroffenen die Ursachen unerheblich – das Leid ist i. d. R. jedoch (gleich) hoch. Die Herausforderung für die Bewältigung dieser Situationen liegt darin, dass bekannte Verfahren und Herangehensweisen meist nicht zum Einsatz gelangen können, da beispielsweise die übliche Infrastruktur nicht mehr intakt ist oder gängige Heil- und Behandlungsverfahren nicht mehr greifen.
IREM widmet sich den Fragestellungen zur Erhöhung der Resilienz der Bevölkerung. Aufgabe der anwendungsbezogenen Forschung ist es daher sich mit diesen Herausforderungen zu befassen und Lösungsansätze zu erarbeiten. Dabei geht es im Detail um vier wesentliche Fragen:

  1. Wie kann die Entstehung von Notlagen verhindert werden?
  2. Wie können zu erwartende Notlagen proaktiv deeskaliert/entschärft werden?
  3. Wie kann eine bestehende Notlage bewältigt werden?
  4. Wie kann aus vergangenen Notlagen systematisch gelernt werden?

Im Rahmen wissenschaftlicher Projekte sollen integrierte Lösungsansätze und Handlungsempfehlungen zur Bewältigung von aktuellen und zukünftigen Katastrophenlagen erarbeitet und vorgestellt werden und im Nachgang zur Umsetzung gebracht werden.
Durch die ausgeprägte Interdisziplinarität der Fragestellungen ist die Vielzahl von an der FHWS und FWiWi verfügbaren Kompetenzen ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Arbeit von IREM. Exemplarisch benannt werden sollen hier die Disziplinen, Führung und Organisation, Finanzierung und Logistik sowie Personal und nicht zuletzt Ethik.

Forschungsschwerpunkte (Auszug)

  • Analysen von Schadenslagen
  • Unterstützung bei der Beplanung von Hilfseinsätzen
  • Einsatzanalysen

Anwendungsbereiche

  • Schadenslagen durch Umwelteinflüsse
  • Großveranstaltungen
  • Katastrophen sonstiger Art