Bildausschnitt des Strategieschiffs der Fakultät Wirtschaftswissenschaften

Vulnerabilität von Versorgungsstrukturen bei einem Stromausfall

Problemstellung

Ein Stromausfall bedeutet eine zeitweilige Unterbrechung der Versorgung mit elektrischer Energie. Dies kann kurzzeitig geschehen - manchmal für weniger als eine Sekunde - aber auch für Stunden oder gar Tage und im Extremfall für Wochen. Für Haushalte, Industrieunternehmen, Landwirtschaft und kritische Einrichtungen wie beispielsweise Krankenhäuser oder Altenheime, können länger andauernde Stromausfälle (sog. Blackouts) einschneidende Folgen haben. Besonders problematisch sind längerfristige Ausfälle welche ganze Regionen betreffen. Infolgedessen muss auf die Versorgungssicherheit ein hoher Wert gelegt werden.

Dem Thema Stromausfall und den damit verbundenen Konsequenzen innerhalb Deutschlands wurde noch nicht ausreichend Aufmerksamkeit gewidmet. Demzufolge ist das Risikobewusstsein der Bevölkerung diesbezüglich kaum vorhanden und der Eintritt eines flächendeckenden Stromausfalls wird als unwahrscheinlich eingeschätzt.

Das Thema ist allerdings sehr wichtig, da heutzutage die Versorgung der Bevölkerung unter andere mit lebensnotwendigen Gütern sowie Dienstleistungen durch ein hoch entwickeltes, eng verflochtenes Netzwerk Kritischer Infrastrukturen erfolgt. Kritische Infrastrukturen zeichnen eine hohe Komplexität und Abhängigkeit voneinander aus. Bereiche wie Informationstechnik, Telekommunikation, Transport und Verkehr bis hin zur Energieversorgung und zum Gesundheitswesen beinhalten kritische Elemente. Somit könnten bspw. terroristische Anschläge, Naturkatastrophen oder andere Faktoren, die zu einem lang anhaltenden, flächendeckenden Stromausfall führen, einen Kollaps der gesamten Gesellschaft auslösen.

 

Zielsetzung

  • Sammeln von Informationen über den aktuellen Stand der Vorratshaltung und der Notstromversorgung von Einwohnern, Unternehmen und Verwaltung aus zwei Kommunen
  • Untersuchung der Verletzbarkeit bei einem länger andauernden Stromausfall
  • Ziel ist es, den Veränderungswillen bei den Entscheidern im kommunalen, unternehmerischen und familiären Kontext zu fördern.
  • Sensibilisierung der Bevölkerung zu dem Thema flächendeckender Stromausfall sowie zur Anschaffung von Notfallgütern  

Vorgehen

  • Vorort Termine mit den Bürgermeistern und wichtigen Vertretern der Kommunen
  • Internet- und Literaturrecherche zu dem Thema Stromausfall
  • Analyse der Gemeindestrukturen und der wichtigen Einrichtungen
  • Analyse der IST-Situation
  • Fragebogen Erhebung in Einrichtungen der kritischen Infrastruktur 
  • Befragung der Bevölkerung per Fragebogen (Inhalt: Vorratshaltung, Hilfsbedürftigkeit und allgemeine Kenntnisstand im Falle eines flächendeckenden Stromausfalls)

Ergebnis

  • Wissen über die Vorratshaltung der Bevölkerung
  • Anstoßen eines Umdenkens der Bevölkerung und Sensibilisierung für das Thema Blackout