Bildausschnitt des Strategieschiffs der Fakultät Wirtschaftswissenschaften

Pflegepraxiszentrum Nürnberg -PPZ-Nürnberg


Das Pflegepraxiszentrum Nürnberg (PPZ-Nürnberg) ist Teil des Clusters „Zukunft der Pflege“. In diesem Cluster sind insgesamt vier Pflegepraxiszentren (Berlin, Freiburg, Hannover, Nürnberg) plus ein Pflegeinnovationszentrum (Oldenburg) zusammengeschlossen.

Problemstellung

Heute gibt es schon zahlreiche innovative Produkte zur „Mensch-Technik-Interaktion“ (MTI) im Bereich der Pflege – und es werden ständig neue entwickelt. Allerdings stoßen viele dieser Produkte im Pflegemarkt nicht auf Akzeptanz oder sind den Pflegenden, Nutzern oder Angehörigen nicht bekannt. Ein Grund hierfür ist, dass wichtige pflegepraktische, ökonomische und technische Überlegungen in den Entwicklungs- und Testphasen nicht oder nicht ausreichend Beachtung finden. Für viele Unternehmen besteht keinen Zugang zu einer systematischen und praxisnahen Testung und Evaluation ihrer Ideen im Pflegealltag. 

Forschungsansatz

Als Teil des BMBF-Clusters „Zukunft der Pflege“ mit vier Pflegepraxiszentren (PPZ) und einem Pflegeinnovationszentrum (PIZ) an mehreren Orten in Deutschland, will das PPZ-Nürnberg den Einsatz neuartiger Pflegetechnologien erlebbar machen. In den PPZ werden vielfältige innovative Pflegetechnologien praxisnah im Pflegealltag eingesetzt, auf ihre Funktionalität hin überprüft und wissenschaftlich evaluiert. 

Methodik

Im Pflegepraxiszentrum Nürnberg erfolgt die Erprobung von neuen Pflegetechnologien in unterschiedlichen Pflegesettings im Echtbetrieb verbunden mit wissenschaftlichen Auswertungen. Sowohl bei der Auswahl der Testprodukte als auch bei der Erarbeitung der Testkonzeption werden ethische, rechtliche, soziale, ökonomische, pflegepraktische und technische Aspekte einer Technologie analysiert, systematisch gegeneinander abgewogen und bewertet (ELSI+).

Zielsetzung des PPZ Nürnberg

  • Den Einsatz neuartiger Pflegetechnologien erlebbar machen; dazu beitragen, technische Innovationen in die praktische Anwendung zu bringen.
  • Erprobung von Pflegetechnologien im Echtbetrieb unterschiedlicher Pflegesettings und Evaluation nach ELSI+-Kriterien
  • Wissenstransfer und Unterstützung, der Lern- und Arbeitsprozesse

Die Aufgabe des IREM besteht darin zusammen mit dem IDC, alle Projekte des PPZ wissenschaftlich zu begleiten und zu unterstützen. 

Die Förderung erfolgt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung – BMBF. Der Zeitraum der Förderung ist vom 01.03.2019 bis zum 28.02.2023. 

Auszug der ersten Ergebnisse

  • Abschluss erster Erprobungen Ende 2019 (Virtual Reality in der sozialen Betreuung)
  • Rechtsgutachten zu „Alexa im Pflegeheim“
  • Etablierung ELSI+-Board