3D-Druck gelbes Objekt

Professoren und Masterstudentin ermöglichen im 3D-Labor die Realisation eines gymnasialen Projekts

Prof. Dr. Gerhard Hube, Leiter Studiengang „Innovation im Mittelstand" und 3D-Drucklabor, Prof. Dr. Harald Bolsinger, Dekan Fakultät Wirtschaftswissenschaften mit Lisa Schneider, HiWi im 3D-Druck-Labor und Abiturient Felix Heigel. (Foto FHWS/Schneider)
3D-Druck Schülerprojekt
Lisa Schneider, wissenschaftliche Hilfskraft im 3D-Drucklabor betreute Felix Heigel, Schüler des Röntgen-Gymnasiums, bei seinem Uhren-Projekt. (Foto FHWS/Schneider)
3D-Druck Schülerprojekt

 

Abiturient Felix Heigel konnte seine filigrane Uhrenkonstruktion im 3D-Druckverfahren verwirklichen

Im Rahmen seiner Physik-Seminararbeit „Bau einer Tourbillon-Uhr und Messung ihrer Genauigkeit“ nutzte der Gymnasiast Felix Heigel vom Würzburger Röntgen-Gymnasium das 3D-Druck-Labor der Hochschule Würzburg-Schweinfurt: Im Masterstudiengang „Innovation im Mittelstand“ betreuen Studierende ein 3D-Labor, geleitet von Prof. Dr. Gerhard Hube, das neben experimentellem Arbeiten als Transfer- und Kommunikationsplattform in die regionale mittelständische Wirtschaft sowie in diesem Fall auch in Schulen dient.

Der Abiturient Felix Heigel hat sich, betreut vom Kursleiter Dr. Wolfgang Weigand, der Aufgabe gestellt, eine Tourbillon-Uhr zu erstellen: Tourbillon bezeichnet eine filigrane Vorrichtung in Uhren, die die Fehler der Ganggenauigkeit durch die Schwerkraft ausgleicht: Hierbei werden (laut Wikipedia) das Ankerrad, der Anker und die Unruh auf einer kleinen Platte in einem Drehgestell, einem auf der Welle des Sekundenrades sitzenden Käfigs, eingebaut. Die Schwierigkeit dieses Projektes bestand in der absoluten Exaktheit der Realisation: Heigel musste die Druckvorlagen manuell erstellen – aufgrund unterschiedlicher Skalierung zu den angegebenen Maßen entstanden in der Umsetzung selbst bei seiner sehr präzisen Zeichnung Abweichungen. „Die einzige Möglichkeit hat darin bestanden, den Ausdruck direkt auf das Holz zu kleben und mitsamt dem Holz zu sägen“, so der Schüler, und damit gelangte er an den kritischsten Punkt: das exakte Aussägen.

Seminarleiter und Schüler entschieden sich daraufhin zu einer Anfrage an die FHWS, die zusagte: Das Uhrenmodell konnte digital angepasst, der 3D-Druck und die Nachbereitung der gedruckten Modellteile durchgeführt werden. Als Teil seiner Seminararbeit setzte der Abiturient die Teile anschließend zu einem Uhrenmodell zusammen - aufgrund der Eigenschaften des Druckmaterials musste das Uhrenmodell an einigen wenigen Stellen durch Metallteile ergänzt werden.