Bildausschnitt des Strategieschiffs der Fakultät Wirtschaftswissenschaften

Erstsemesterstudierende des International Business stellten ihre sozialen Projekte in Filmbeiträgen vor

12.01.2022 | FWiWi, International
Ziele: Projekt- und Zeitmanagement, Teamarbeit sowie Interaktion in internationalen und interkulturellen Teams

Studieren und sich sozial engagieren – hierzu hat Prof. Dr. Manfred  Kiesel rund siebzig Erstsemester des Studiengangs International Management aufgerufen. Die jungen Studierenden der Hochschule Würzburg-Schweinfurt fanden sich in zwölf Teams zusammen und gingen auf verschiedene Organisationen sowie Institutionen zu, um gemeinsam mit ihnen zu arbeiten, sich in Kommunikationstechniken zu schulen, Geld für einen guten Zweck zu sammeln oder auch gemeinsam den Nikolaustag zu verbringen. In einer abschließenden Präsentation zeigten die Teams die Resultate ihres Einsatzes in jeweils 15-minütigen Filmbeiträgen.

So engagierte sich die erste Gruppe bei der „Tafel“, holte qualitativ einwandfreie Lebensmittel aus verschiedenen Geschäften ab und halfen bei der Verteilung. Ein zweites Team setzte sich für Obdachlose ein, sammelte unter dem Hashtag #hilfwuedukannst Geld und beschenkte mit den gekauften Produkten die obdachlosen Menschen.

Zu einem Nikolaustag luden Studierende im Zentrum für Körperbehinderte ein: Sie veranstalteten – Pandemie-bedingt im Außenbereich des Zentrums - eine Feier mit Getränken, Musik, Plätzchen und Präsenten. Eine weitere Gruppe bereitete gemeinsam mit Mitarbeitenden der Johanniter den Weihnachts-Truck nach Osteuropa vor: Sie steuerten zahlreiche Unternehmen und Schulen an, sammelten deren Pakete ein und interviewten den Dienststellenleiter Olaf Mauer.

Während der Pandemie wird auf Abstand geachtet: So hatten und haben Menschen im Altenheim teilweise keine Möglichkeit, ihre Kinder, Enkel und Freunde zu treffen. Um sie dennoch sehen und mit ihnen Kontakt halten zu können, kam ein Team auf die Idee, einen kleinen Crashkurs mit einer Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Gebrauch von WhatsApp, Skype und Zoom durchzuführen.
„Mit einem Lächeln aufwachsen“ – dies wünscht die sechste Studierendgruppe Kindern: Sie besuchten ein Kinderheim, ausgerüstet mit Geschenkbeuteln, für die sie vorab Plätzchen gebacken und kleine Präsente besorgt hatten.

Team 7 kooperierte mit dem Seniorenzentrum Marie Juchacz-Haus: Hier entstanden gleich mehrere Ideen für drei Aktionstage. Zum einen luden sie Bastelfreudige zum Weihnachtslaterne-Basteln ein, sie halfen Seniorinnen und Senioren im Umgang mit Smartphones und Tablets und integrierten Backfreudige beim Kekse backen. Darüber hinaus führten sie Interviews mit Bewohnerinnen und Bewohnern.
„Clean up Würzburg“ lautete das Motto eines weiteren Studierendenteams: Im Rahmen der Europäischen Woche der Abfallvermeidung und der internationalen Aktionswoche „Lets Clean Up Europe“ entfernten sie einen Tag lang zusammen mit Mitgliedern der Umweltstation der Stadt Würzburg und Freiweilligen Abfälle aus dem Würzburger Ringpark.

Mit „Hermine“ arbeitete eine weitere Gruppe zusammen: Ziel der sozialen Organisation mit über hundert Freiwilligen ist es, Menschen in Notsituationen auf der Flucht und in Flüchtlingscamps sowie beim Neustart zu helfen. Die jungen Wirtschaftswissenschaftlerinnen und –wissenschaftler machten nicht nur Fahrräder wieder funktionstüchtig, sie befragten auch Engagierte sowie den Gründer von „Hermine“, Christian Uwe Ludwig, zu deren Motivation.

Weitere FHWS-Studierende wandten sich an den Integrationsdienst der Malteser: Dessen Ziel ist es, Flüchtlinge politisch wie gesellschaftlich teilhaben zu lassen am gesellschaftlichen Leben: Sie bieten u.a. Sprachkurse, Module über Frauen in Deutschland sowie Office-Programme an.
Zu einem Angebot „Study, speak und shake“ lud die zwölfte Gruppe ein. Plan des Projektes: über ein „Sprachcafé“ spielerisch die deutsche Sprache zu üben mit Quizangeboten, dem Sprachspiel „Ich packe meinen Koffer“ oder über Pantomime-Auftritte.

Die Studierenden, so Prof. Dr. Manfred Kiesel, lernten nicht nur, international sowie interkulturell optimal zusammenzuarbeiten, sie entwickeln und erwerben in diesem Projekt auch Fähigkeiten zur Teamarbeit in einem vorgegebenen Zeitfenster. Sie schulen die Anwendung von Projektmanagementtechniken und wenden verschiedene Präsentationstechniken an. Darüber hinaus definieren sie ein gemeinsames Ziel und bekommen oft neue Einblicke „hinter die Kulissen“ eines ehrenamtlichen Engagements.