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Bachelor Betriebswirtschaft

1. Einleitung

Die Ziele des Studiengangs werden im § 2 der Studien- und Prüfungsordnung definiert:
„(1) Das Ziel des Studiums besteht darin, in praxisbezogener Lehre auf wissenschaftlicher Grundlage die fachlichen, methodischen und sozialen Kompetenzen zu erwerben, die zu verantwortlichem Handeln in Unternehmen und Gesellschaft in einem kaufmännischen oder administrativen Beruf befähigen.1  Das Studium soll insbesondere die Fähigkeit vermitteln, das Management auf allen betriebswirtschaftlichen Gebieten zu unterstützen und (nach entsprechender Einarbeitung) selbst Führungsaufgaben in Wirtschaft und Verwaltung zu übernehmen oder selbstständig unternehmerisch tätig zu sein. Die Vernetzung sozialer und wirtschaftlicher Aufgaben und die zunehmend internationale Ausrichtung unternehmerischer Aktivitäten machen es dabei erforderlich, ökonomische Prozesse vor dem Hintergrund ihrer gesellschaftlichen, geopolitischen und kulturellen Zusammenhänge zu erfassen.
(2)  Der Studiengang Bachelor Betriebswirtschaft bietet eine breite Grundausbildung in den betriebswirtschaftlichen Kernfächern an. Spezialisiertes Wissen wird in zwei Studienschwerpunkten vermittelt. In Verbindung mit dem engen Praxisbezug der Lehre wird die praktische Problemlösungskompetenz im internationalen Umfeld sichergestellt.
(3)  Zur Persönlichkeitsbildung erwerben die Studierenden neben fundierten Fachkenntnissen auch soziale, sprachliche und technische Kompetenzen. Lehrveranstaltungen in fremder Sprache, fakultative Auslandssemester und Kooperationen mit ausländischen Hochschulen sollen die Wettbewerbsfähigkeit auf dem internationalen Arbeitsmarkt fördern.“
Die Studenten2 des Studiengangs Betriebswirtschaft erhalten zunächst eine breite und umfassende betriebswirtschaftliche Grundausbildung. Die Studenten können im weiteren Verlauf des Studiums aus einem sehr vielfältigen Angebot an Studienschwerpunkten auswählen und so ihr Curriculum nach individueller Neigung gestalten. Es ist dadurch sichergestellt, dass die Studenten, aufbauend auf einem umfassenden Überblick über die Betriebswirtschaftslehre, ihre Potenziale optimal nutzen können. Die „Vielfalt“ der Abgänger entspricht der Nachfrage der überwiegend mittelständischen Arbeitgeber der Region.
Die Größe der Fakultät Wirtschaftswissenschaften ermöglicht es, Spezialisten für alle Studienschwerpunkte zu beschäftigen. Für die Studenten bedeutet dies:

Ein Studium – alle (betriebswirtschaftlichen) Möglichkeiten.

1 Um dies praxisorientiert zu fördern wurde eine Kooperationsvereinbarung zur Förderung der Wahrnehmung unternehmerischer Verantwortung in der Region Mainfranken mit IHK, HWK und Uni Würzburg geschlossen.

2 Aus Gründen der Lesbarkeit wird im Text jeweils die männliche Form (z.B. Studenten) verwendet. Dies schließt die weibliche Form ausdrücklich mit ein.

Der Studiengang Bachelor Betriebswirtschaft umfasst insgesamt sieben Semester, davon ein Praxissemester (in der Regel das 5. Semester). Das Studienangebot ist in inhaltlich geschlossene Module strukturiert. Insgesamt sind 210 CP (je Semester i. d. R. 30 CP – Credit Points) zu erreichen.
Die Module können folgenden Themenbereichen zugeordnet werden:

  • Allgemeine Grundlagen
  • Kaufmännische Grundlagen
  • Funktionalbereiche
  • Fachbezogene Vertiefung
  • Allgemeinwissenschaftliche Wahlpflichtfächer
  • Vertiefung

Die nachfolgende Tabelle weist den Umfang jedes Moduls, gemessen in Credit Points, und das Studiensemester, für welches das jeweilige Modul vorgesehen ist, aus. Der zweiten Tabelle kann entnommen werden, wie viele Semesterwochenstunden für die einzelnen Module vorgesehen sind.
Eine Einhaltung des Studienplans wird aus folgenden Gründen dringend empfohlen:

  • Der Studienplan ist so gestaltet, dass in jedem Semester eine Arbeitsbelastung von 30 Credit Points oder 900 Stunden besteht. Eine höhere Arbeitsbelastung ist für einen durchschnittlichen Studenten aus Erfahrung nicht „machbar“.
  • Die Module bauen teilweise aufeinander auf.
  • Die Vorlesungsplanung erfolgt entsprechend dem Studienplan. Jedem Studenten wird der Besuch der für sein Semester vorgesehenen Lehrveranstaltungen zeitlich überschneidungsfrei ermöglicht. Bei einem vom Studienplan abweichenden Besuch der Lehrveranstaltungen kann es zu zeitlichen Überschneidungen kommen.
  • Bestimmte Module (insbesondere von höheren Semestern) dürfen erst nach Erfüllung bestimmter Vorrückungsschwellen bzw. der Erbringung bestimmter Leistungsnachweise absolviert werden. Einzelheiten sind der Studien- und Prüfungsordnung zu entnehmen.
  • Die Lehrveranstaltungen des ersten und dritten Semesters werden im Wintersemester und die Lehrveranstaltungen des zweiten und vierten Semesters im Sommersemester angeboten.
  • Teilschwerpunkte werden in der Regel nur einmal pro Jahr angeboten.
  • Alle Prüfungen können in jedem Semester abgelegt werden.

Tabelle 1: Übersicht Credit Points (CP)

Tabelle 2: Übersicht Semesterwochenstunden (SWS)

Es gelten für die Studienrichtung International Management folgende Besonderheiten:

  • Studienganginternes Bewerbungsverfahren,
  • Regelstudienzeit acht Studiensemester (sieben theoretische Semester, ein Praxissemester) mit insgesamt 240 CP,
  • zwei der insgesamt sieben theoretischen Studiensemester an einer Hochschule im nicht deutschsprachigen Ausland (planmäßig im vierten und fünften Studiensemester),
  • Praxissemester im nicht deutschsprachigen Ausland.
  • Wahl eines englischsprachigen Schwerpunktes aus dem Bachelorstudiengang International Management verpflichtend (§ 6 Abs. 8 Satz 5 SPO),
  • für die an ausländischen Hochschulen abgelegten Prüfungen gelten abweichend von der Studien- und Prüfungsordnung des Studiengang Bachelor Betriebswirtschaft die dortigen Regelungen für das Ablegen von Prüfungsleistungen.
  • Die zu absolvierenden Prüfungen ergeben sich aus der Anlage zur Studienrichtung „International Management“ für den Studiengang Betriebswirtschaft.

Beschreibungen der spezifischen Module der Studienrichtung International Management sind in Abschnitt 3 dieses Studienplans zu finden.

Im sechsten und siebten Studiensemester werden nach Maßgabe des hier vorliegenden Studienplans Schwerpunkte angeboten. Die Wahl eines Schwerpunkts setzt die verbindliche Teilnahme an allen Modulen der jeweiligen Schwerpunkte voraus. Ein nachträglicher Wechsel eines Schwerpunktes ist somit nur mit Zustimmung der Prüfungskommission möglich (vgl. § 6 Abs. 8 Satz 7). Die Online-Anmeldung zu den Schwerpunkten erfolgt bei der Fakultät Wirtschaftswissenschaften bis zum Ende des Vorlesungszeitraums des vorhergehenden Semesters. Nähere Informationen zu einem möglichen Auswahlverfahren sind unter § 6 Abs. 8 Satz 8 zu finden. Es können neben den in diesem Modulhandbuch verzeichneten Schwerpunkte auch aus denen des Modulhandbuchs Bachelor International Management ausgewählt werden (hierbei sind die Bedingungen der jeweiligen SPO bspw. hinsichtlich eines Auslandsaufenthalts im Rahmen des Studiums zu beachten).

Ein Credit Point (CP) entspricht einer studentischen Arbeitsbelastung (“Workload”) von 30 Zeitstunden. Insgesamt sind pro Semester normalerweise 30 CP zu absolvieren – entsprechend einer Arbeitsbelastung von 900 Zeitstunden.
Die Arbeitsbelastung der Studierenden besteht zum einen aus dem Präsenzanteil und zum anderen aus dem Selbstlernanteil. Der Präsenzanteil umfasst die Vorlesungen und andere Veranstaltungen in der Hochschule, die von Dozenten betreut werden. Deswegen wird für den Präsenzanteil bisweilen auch von der „Kontaktzeit“ gesprochen. Weiterhin gibt es einen Selbstlernanteil, der von den Studierenden selbständig erbracht wird. Dies beinhaltet die Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen wie auch Prüfungsvorbereitungszeiten.

Der Präsenzanteil wird über die Semesterwochenstunden (SWS) ermittelt. Eine Semesterwochenstunde beinhaltet eine Lehrveranstaltung mit einer Dauer von 45 Minuten. Pro Semester werden durchschnittlich 15 Vorlesungswochen zugrunde gelegt. Bei einer zweistündigen Vorlesung (2 SWS) beträgt der Präsenzanteil somit
15 Vorlesungswochen × 1,5 Stunden = 22,5 Zeitstunden
Bei einer Vorlesung mit 4 SWS sind es demnach 45 Zeitstunden usw.
Die überwiegende Zahl der Module hat einen Umfang von 6 CP und 4 SWS. Es ergibt sich dann ein Selbstlernanteil von
6 × 30 Zeitstunden – 45 Präsenzstunden = 135 Zeitstunden Selbstlernanteil
Die Zusammensetzung des Selbstlernanteils ist von Modul zu Modul unterschiedlich. Ist für ein Modul als Leistungsnachweis beispielsweise eine schriftliche Prüfung vorgesehen, so entfällt ein Teil des Selbstlernanteils auf die Prüfungsvorbereitungszeit.

Die Prüfungen müssen innerhalb bestimmter Fristen erstmalig abgelegt werden, § 18 SPO. Im Einzelnen gelten folgende Fristen:

Erstmalige Prüfungsteilnahme bis zum Ende des  
2. Fachsemester: Statistik und mathematische Grundlagen, Buchführung und Bilanzierung
3. Fachsemester: alle sonstigen Module des 1. und 2. Studiensemesters
6. Fachsemester: alle Module des 3. und 4. Studiensemesters, allgemeinwissenschaftliche Wahlpflichtfächer
9. Fachsemester: alle Module des 5. bis 7. Studiensemesters

Wiederholungsprüfungen, § 22 SPO
Erste Wiederholungsprüfung: bis zum Ende des Folgesemesters
Zweite Wiederholungsprüfung: bis zum Ende des übernächsten Semesters nach Bekanntgabe der Ergebnisse der Bewertung der ersten Wiederholungsprüfung
Wird eine Prüfung nicht fristgemäß abgelegt und hat der Studierende die Nichtteilnahme zu vertreten, so gilt die Prüfung als nicht bestanden („Fristfünf“).
Die Ablegung von Prüfungen höherer Semester setzt voraus, dass der Student bereits einen entsprechenden Studienfortschritt erreicht hat. Im Einzelnen gelten folgende „Vorrückungsschwellen“:

Teilnahme an Prüfungen des
4. Semesters: Qualifizierte Englischkenntnisse (vgl. im Detail § 18 Abs. 3 SPO)  
5. Semesters: 95 CP aus den ersten vier Semestern, § 8 Abs. 2 SPO

Zulassung für Bachelor-Arbeit: 
150 CP sowie erfolgreicher Abschluss des Praxissemesters (Ausnahmen auf Antrag möglich), § 11 Abs. 2 SPO

Die Gesamtnote ergibt sich aus den gewichteten Endnoten. Die Gewichtung der Endnote ermittelt sich als Produkt aus der Anzahl der CP des Moduls und dem individuellen Gewichtungsfaktor des Moduls (vgl. Anlage zur SPO), dividiert durch die Summe der mit dem Gewichtungsfaktor gewichteten CP aller benoteten Module (vgl. § 21 Abs. 2 SPO).

2. Modulbeschreibungen Studiengang Betriebswirtschaft

Modulbeschreibungen Bachelor Betriebswirtschaft

1. Semester

2. Semester

3. Semester

4. Semester

5. Semester

6. und 7. Semester

Studienschwerpunkt Bank-, Finanz- und Investitionswirtschaft

Studienschwerpunkt Betriebswirtschaft der Medien

Studienschwerpunkt Controlling

Studienschwerpunkt Financial Services

Studienschwerpunkt Logistik

Studienschwerpunkt Marketing

Studienschwerpunkt Ökonomik strategischen Verhaltens

Studienschwerpunkt Organisationsentwicklung

Studienschwerpunkt Organisation und Wirtschaftsinformatik

Studienschwerpunkt Personalmanagement

Studienschwerpunkt Rechnungswesen

Studienschwerpunkt Unternehmensbesteuerung

Modulbeschreibungen Diplom BW

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Archiv-Gesamtdokumente

3. Studien- und Prüfungsordnung Studiengang Betriebswirtschft

4. Studienplan Bachelor Betriebswirtschaft

Studienplan Bachelor Betriebswirtschaft SS 2020

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5. Ausbildungsplan Praxisphase Bachelor Betriebswirtschaft

Ausbildungsplan Praxisphase