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11.04.17 | Öffentlich

Die memo AG, Projektpartner des IAL, erhält den Deutschen Nachhaltigkeitspreis der Logistik 2017

Professor Dr. Müller-Steinfahrt begrüßt Auszeichnung des ersten mittelständischen Unternehmens in der Logistik

Die memo AG ist Preisträger des sechsten Nachhaltigkeitspreises Logistik, der jährlich im Rahmen des Logistik Dialogs in Wien von den Bundesvereinigungen Logistik (BVL) Österreich und Deutschland verliehen wird. Auf Initiative von Professor Dr. Ulrich Müller-Steinfahrt, der mit dem Logistikinstitut IAL der Hochschule Würzburg-Schweinfurt schon viele Jahre mit memo zusammenarbeitet, hatte sich das Unternehmen neben zwölf weiteren Unternehmen um diesen namhaften Preis beworben.

„Die Chancen stehen gut für eine erfolgreiche Bewerbung, obwohl bisher nur Großunternehmen ausgezeichnet wurden“, so Professor Dr. Müller-Steinfahrt im Vorfeld auf die Rückfrage von Frank Schmähling, Vorstand Logistik der memo AG. Dies vor dem Hintergrund, da der Versandhändler für Büro- und Alltagsprodukte aus Greussenheim seit vielen Jahren einen konsequenten ganzheitlichen Ansatz der Unternehmensführung und speziell für eine nachhaltige Logistik verfolge. Die memo AG sei nun das erste Unternehmen seiner Größenordnung, das diese Auszeichnung erhalte und damit in einer Reihe mit den Preisträgern der Vorjahre wie Audi, Tchibo und Österreichische Post stehe.

Die memo AG überzeugte die Jury in vielerlei Hinsicht: „Unser Preisträger hat die ökologische Überzeugung seiner Gründer im Sinne umfassender Nachhaltigkeit auf alle unternehmerischen Bereiche übertragen: Produkte, Wachstumsszenarien, Umgang mit Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten bis hin zur Logistik. Der Nachhaltigkeitsbericht, der schon mit einer ganzen Reihe von Preisen ausgezeichnet wurde, kann vielen deutlich größeren Unternehmen als Beispiel dienen“, so das Urteil des Juryvorsitzenden Dr. Christian Plas.

„Die memo AG zeigt eindrucksvoll, wie ein mittelständisches Unternehmen den Nachhaltigkeitsgedanken in sämtlichen Geschäftsbereichen – insbesondere in der Logistik – tagtäglich lebt. Die Belieferung mit Elektro-Lastenrädern in dicht bebauten Ballungsräumen ist nur ein Projekt unter vielen mit Beispielwirkung und enormen Synergieeffekten. Innovationskraft und das außerordentliche Engagement des Managementteams sowie aller Mitarbeiter kann und soll kleinen und mittleren Unternehmen gleichermaßen Ansporn und Anregung sein“, so Roman Stiftner, Präsident der BVL Österreich.

Neben der Zusammenarbeit der memo AG mit dem Rad-Logistik-Unternehmen Velogista GmbH, das innerhalb des Berliner S-Bahn-Rings memo Kunden mit Elektro-Lastenrädern beliefert, wurden von der Jury besonders die ergonomischen Arbeitsplätze – auch und gerade in der Logistik – sowie die flexiblen und individuellen Arbeitszeiten der Mitarbeiter hervorgehoben. Vorbildcharakter hätten auch das Mehrweg-Versandsystem „memo Box“ und die Streckenlieferungen von Lieferanten direkt zum Kunden, um Emissionen einzusparen und Kosten zu minimieren. Weiterhin lobte die Jury die dauerhaften Geschäftsbeziehungen des Versandhändlers zu Logistikdienstleistern, die zur Nachhaltigkeitsphilosophie des Unternehmens passen und dessen Nachhaltigkeitsstandards beim Transport sichern.

Der Nachhaltigkeitspreis der Logistik wurde von Frank Schmähling, Vorstand Logistik, und weiteren Mitarbeitern und Kollegen der memo AG unter Anwesenheit von Professor Dr. Ulrich Müller-Steinfahrt entgegengenommen.

(Mit freundlicher Genehmigung der memo AG)