Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt

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02.11.17 | Öffentlich

Sinn der Arbeit: Stipendiatinnen und Stipendiaten diskutierten über Behinderung, Inklusion und Menschenwürde

Zu einem FHWS-Besuch fanden sich die Stipendiatinnen und Stipendiaten der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Hanns-Seidel-Stiftung in Würzburg ein

Auf Einladung der Würzburger Vertrauensdozenten Professor Dr. Harald Bolsinger, Professor Dr. Klaus Laubenthal und Professor Dr. Matthias Stickler an die Hochschule Würzburg-Schweinfurt (FHWS) starteten Studierende der Begabtenförderungen unterschiedlicher Nationen und Disziplinen mit einer politischen Diskussion über Sinn und Gestaltung von Arbeit ins Semester.

Die Stipendiumsberatung ProStip an der FHWS und die Chancen der Vernetzung über Förderungswerke hinweg erläuterte Gastgeber Professor Dr. Harald Bolsinger, Dekan der Fakultät Wirtschaftswissenschaften: „Die FHWS fördert exzellente Studierende pro-aktiv, möchte die Zahl an Stipendiaten weiter erhöhen und die externe Programmförderung durch Regionalkooperationen ergänzen. Die individualisierte Ansprache exzellenter Studierender und Beratung bei der Auswahl passgenauer Stipendien ist dabei an der FHWS ein wichtiger Baustein vor dem eigentlichen Stipendium.“ Vor allem Vertrauensdozenten würden sich hochschulübergreifend als Mentoren und Gesprächspartner für begabte und engagierte Studierende verstehen und könnten so einen wertvollen Beitrag in der Eliteförderung leisten. Als gemeinsamen Werterahmen thematisierte er die UN Charta der Menschenrechte und führte mit dem Recht auf Arbeit in Artikel 23 ins Thema des Abends ein.

Konrad-Adenauer-Stiftungs-Altstipendiat Dieter Körber, Geschäftsführer der Mainfränkischen Werkstätten, gab Einblicke in die Arbeit mit Menschen mit Behinderung. In seinem Vortrag wurden elementare Fragen zur Funktion und Organisation von Arbeit und Bildung in der Gesellschaft aufgeworfen. „Arbeit erfüllt für alle Menschen wichtige Funktionen der sozialen Angenommenheit – für Menschen mit Behinderung gleichermaßen wie für Menschen ohne Behinderung“, erläuterte Körber und verwies auf wichtige Elemente der sozialen Marktwirtschaft, diese Arbeit allen Menschen in größtmöglicher Wahlfreiheit analog zu Art. 23 der Menschenrechtscharta zu ermöglichen. Die Anwesenden diskutierten ein breites Spektrum an politischen Optionen, um Inklusion in Bildung und Berufsleben sinnvoll zu verwirklichen.

Die große Vielfalt der selbstorganisierten Aktivitäten der Stipendiatengruppen wurde im Nachgang bei der Vorstellung der Semesterprogramme deutlich. Diese reicht von kulturellen Highlights über politische Diskussionen, wissenschaftlichen Vorträgen und gemeinsamem Sport bis hin zu Spendenaktionen.